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Bali, 21. August 2015 – 00:45 Uhr

Liebe Abenteurer,

 

was für eine Anreise. Sie steckte voller Überraschungen. Hier ein paar Einblicke in einen langen und anstrengenden Tag:

 

Unser Flug von Hannover ging um 18:10 Uhr Ortszeit und flog recht pünktlich ab. Mit einer sehr kleinen Maschine ging es dann nach Amsterdam. Dieser Flug ging schnell vorbei, ist ja nun auch ein Katzensprung. In Amsterdam ging es dann auch sehr sehr fix. Wir liefen geradewegs zu unserem Gate, wir gingen nicht über Los, zogen keine 4.000 DM ein und waren innerhalb weniger Minuten bei unserem nächsten Flieger, welcher dann ebenfalls nicht lang auf sich warten ließ. Nun wurde es ernst, jetzt verließen wir unseren wunderschönen europäischen Kontinent und machten uns auf den Weg nach Singapur.

 

Der Flug verging trotz seiner 12h sehr zügig. Ich konnte nach einem Baldriantee und einer Flasche Weißwein wunderbar schlafen und habe fast 5 Stunden damit zugebracht. In Singapur angekommen, ging es dann aus dem Flieger raus und direkt wieder in den Flieger hinein. Dies gehört leider zu den Sicherheitsbestimmungen. Ein Flugzeug aus Europa darf nicht im Direktflug die Insel Bali anfliegen. Deshalb dieser Zwischenstopp und auch wenn ich das Fliegen dann eig schon satt hatte, es tat gut sich wenigstens mal die Beine zu vertreten.

 

Der größte Schritt war nun geschafft. Und dann ging es zum dritten Mal hoch hinaus. Diesmal allerdings nur 2h. Die längsten 2 h der kompletten Reise bisher. Der Flug ging gar nicht um. Die Füße geschwollen, der Magen aufgebläht und das Steißbein schrie auch unter der Last vom ewigen Sitzen bei jeder Bewegung auf. Und dann waren wir da: Bali. Wir landeten um 19:10 Uhr Ortzeit (bei euch ist das 13:10 Uhr – 6 Stunden Zeitverschiebung) und ich war überrascht, denn: es war bereits dunkel.

 

Auf Bali ist es nur von frühs um 6 bis abends 18 Uhr hell. Also haben wir von oben schon mal nicht viel von der Insel sehen können. Dann ging es ratzi fatzi raus aus dem Flugzeug, ab durch die Kontrollen und raus zu unserem Fahrer. Der wartete schon mit einem großen Schild auf dem mein Name stand. Ein kleiner Balinese mit blauem T-shirt lächelte uns an und nahm uns mit zu seinem Auto. Sein Auto war eine Art Kleinbus: ca. einen halben Meter schmaler und 1,5 m kürzer als ein VW T5. Er saß mit seinem Lenkrad rechts, ich saß auf dem Beifahrer links und Kristin und Vince hinter uns.

 

Leute, in Bali ist Linksverkehr. Das ist aber dann auch schon die einzige Verkehrsregel, die eingehalten wird. Die Fahrt über vertrieb ich meine Müdigkeit mit nervösem Augenzusammenkneifen, Mund offen halten, Kopf in die Kopfstütze drücken, Fingernägel in den Sitzkneifen, ”Oh mein Gott"-sagen und angespanntem Lächeln. Was hier los ist, könnt ihr euch nicht vorstellen. Ein Mopedfahrer ist waghalsiger als der andere. Der Straßenverkehr ist eine Katastrophe, meines Erachtens ein guter Grund für meine Extra-abgeschlossene-Reiseversicherung und eventuell mein neuer Extremsport. Das kann heiter werden.

 

Aber wir sind trotzdem an unserer Unterkunft angekommen. Sie ist sehr schön. Die Zimmer sind sehr gut renoviert und dekorativ eingerichtet. Trotzdem müssen wir unsere Standards hier sehr runterschrauben, meine neuen Haustiere Peppo und Poppeye sind zwei Gekkos, die sowohl meine Eingangstür als auch mein Badezimmer bewachen. Außerdem besiedeln sowohl Mottenartige kleine Raupen als auch kleine Spinnenameisen sowohl Zimmer als auch Badezimmer. So ging mein erster Blick voller Erwartung an meine Zimmerdecke. Zum Erschrecken meines noch viel zu deutsch eingestellten Weltbildes hing dort kein Haken wie vermutet. Und so konnte ich mir mein noch grade so in den Rucksack gequetsches Mosquitonetz auch erstmal von der Liste streichen. Um diesem noch eins draufzusetzen hatte ich ebenfalls kein Toilettenpapier auf dem Zimmer. Aber, dachte ich, alles halb so schlimm, das wird schon alles gehen. Und so hängt mein Mosquitonetz nun an einem quer durch das Zimmer gespannten etwa einen halben Millimeter dünnen Faden aus dem ”Notfallnähset” von Leni etwa einen Meter über meinem Bett und ich darf es im Grunde nicht groß berühren, damit der Faden nicht reißt. Ihr könnt euch vorstellen, wie ich also hier grad drunter gekrabbelt bin. Aber es hängt und ich bin schon etwas beruhigter.

 

Und so werde ich mich langsam hinlegen. Morgen erkunden wir unsere in der Nacht etwas erschreckend wirkende Umgebung und kaufen Wasser (gaaaaaaanz wichtig) und etwas zu essen und mit viel Glück auch einen Haken für mein Mosquitonetz.

 

Das wars von mir, liebe Grüße von hier!

29.8.15 12:54
 


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