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Bali, 28.08.2015 – 23:04 Uhr

Liebe Alle,

 

ja, ich schon wieder. Hätte auch nicht gedacht, dass ich schon wieder was zu erzählen hab.. aber doch! J

 

Ich möchte heute eine besondere Einsicht mit euch teilen, die (so hoffe ich) in euch soviel bewegt, wie in mir.

 

Also, lehnt euch zurück, gießt euch euer Lieblingsgetränk ein und taucht mit mir ab in das Abenteuer unseres Lebens: Balisa.

 

Heute war ein ganz normaler Tag hier auf Bali, die Hähne krähten gefühlt die ganze Nacht, die Sonne ging kurz vor 6 Uhr auf und es war wie immer warm und sonnig. Wir machten uns früh auf zum Strand, um den ganzen Tag dort verbringen zu können und von dem gestrigen Ausflug nach Uluwatu zu entspannen. Wir verließen den Strand dann am späten Nachmittag (was hier schon so gegen 16:00 Uhr bedeutet da die Sonne gegen 18 Uhr untergeht) und machten uns auf den Weg zur Villa. Wir machten uns frisch, fuhren in eine (nebenbei bemerkt teure aber) unheimlich schicke Beach Bar namens Potatohead und aßen dort zu Abendbrot. Dann ging es zurück in die Villa. Dort angekommen entdeckte ich erneut eine große Ameisenkolonie in meinem Zimmer, die sich immer wieder einen neuen Weg aus den Fußleisten an der Wand suchte, nachdem ich den vorherigen mit Insektenspray versperrt hatte. Doch ich war erfolgreich. Sie krabbelten nicht mehr, sondern hingen nur noch festgeklebt und reglos an meiner Wand. Da die letzten Strandtage unausweichlich sandig waren und man den Sand ja dann auch überall hin trägt, war zusätzlich mein Zimmerboden schon zu einer Art Sandrollfeld mutiert. Das und die Nebensächlichkeit mit den Ameisen veranlassten, dass ich unseren Haushälter Madeeee fragte, ob er eventuell mein Zimmer sauber machen würde. Dies klingt jetzt erstmal komisch...ist es auch. Stellt euch das so vor:

 

Wir zahlen für die Zimmer ca. 330 Euro im Monat.. da ist theoretisch 2x die Woche eine Zimmerreinigung eingeschlossen. Ich dachte ursprünglich, dass dann halt hier jemand herkommt und an bestimmten Tagen eben die Zimmer von allen sauber macht und so weiter. Dies ist aber nicht so. Made ist sozusagen das Allroundtalent und kümmert sich hier um alles. Und mit "alles" übertreibe ich nicht. Er liest uns quasi jeden Wunsch von den Augen ab und egal welches Problem oder auch welche Bitte wir haben, er ist zur Stelle und hilft uns. Gerade erst heut ist er zur Apotheke gefahren und hat Kristin Augentropfen geholt. Sie hatte heut am Strand eine Fliege ins Auge bekommen, die erst ewig nicht raus ging. Ihr Auge war vorhin schon sehr geschwollen und da ist er sofort los. Echt großartig.

 

Zurück zu meinem Zimmer. Eigentlich ging es mir lediglich um den Fußboden und die Ameisen an den Wänden. Made hat ca. eine dreiviertel Stunde in meinem Zimmer gewirbelt und geputzt.

 

Gerade komm ich dann in mein Zimmer und Leute, mir liefen die Tränen. Sicher auch, weil ich heut leicht heimweh hab, aber auch weil mich gerade deshalb, das was ich jetzt sah zu Tränen gerührt hat. Ich hatte schon vor meiner Tür kleine Blüten zu liegen, ich öffne meine Tür und es ist wirklich alles pikobello aufgeräumt und sauber. Mein Bett ist ein Stück von der Wand abgerückt, weil er sogar dahinter noch geputzt hat und damit mein Mosquitonetz weiter mittig über meinem Bett hängt.. Und als wäre das nicht schon genug hat er auch noch ein neues Band aus Plastik gespannt, dass viel stabiler ist als der Bindfaden und so hängt mein Netz jetzt nicht mehr nur 50 cm sondern bestimmt 1,20 m über meinem Bett und ich kann normale in mein Bett einsteigen. Und dann schau ich aufs Bett und da liegen meine Klamotten, die ich nur schnell auf den Stuhl geknorkelt hab ordentlich zusammengelegt und ich hab sogar noch kleine Blüten auf dem Bett.

 

Das klingt für euch jetzt vielleicht verrückt und ihr werdet denken "das ist doch sein Job, dafür bekommt er ja Geld" aber mich rührt das wirklich zutiefst. Klar bekommt er Geld dafür, und klar kann es sein, dass er es nur deshalb so viel für uns macht, weil er sonst eventuell Ärger mit dem Vermieter bekommt, aber ich hab wirklich das Gefühl, dass er einfach alles daran setzt, das wir die schönste Zeit hier haben und es uns an nichts fehlt.  

 

Man möchte immer meinen, dass die, die viel haben auch viel geben aber NEIN, so läuft das in dieser Welt meist nicht. Die, die fast gar nichts haben, geben alles und das sogar ohne extra Bezahlung, ohne Freundschaftsdienst, ohne dafür etwas zu verlangen, ohne das sie dich überhaupt kennen. Eine Menge kann man von solchen Leuten lernen: Dankbarkeit, Warmherzigkeit, Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft und eine positive Lebenseinstellung.

 

Ich bin froh, Menschen wie Made zu begegnen, weil sie mich an das Gute im Menschen erinnern, weil sie mir zeigen, was wichtig im Leben ist.

 

Ich wünsche euch, dass ihr ebenfalls von solchen Menschen umgeben seid. Es sind nicht die großen Dinge, die zählen, sondern die ganz kleinen! Denkt an diese Menschen, wenn ihr heut ins Bett geht und sagt ihnen hin und wieder auch mal: Danke! Oft ist das alles, was sie brauchen, manchmal vielleicht alles, was sie haben.

 

 

Bis zum nächsten mal!

 

Eure Lisa!

 

29.8.15 12:55
 


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